Ernährung VI

Allgemein gibt es vier verschiedene Arten einen Hund zu ernähren. Hierzu zählt einmal das Barfen. Dies ist eine Ernährungsform für fleischfressende Tiere, welche sich an den Fressgewohnheiten der Wildhunde, insbesondere an den Wölfen orientiert. Die Rationen werden aus frischem Fleisch, Innereien, Knochen und Fisch in Kombination mit Gemüse/Getreideprodukte roh zusammengestellt und verfüttert. Weitere Möglichkeiten ist die Fertigprodukt- Fütterung. Diese besteht zum einen aus Trockenfutter, zum anderen aus Dosenfutter (Nassfutter). Letzlich kann eine Fütterungsmethoden aus den drei vorgenannten gewählt werden. Also Barf, Trockenfutter, Nassfutter in Kombinationen.



Die Bedürfnisse eines Hundes bei der Ernährung hängen vom Alter ab. Die Futterindustrie geht dabei besonders auf Welpen, Junghunde, Erwachsene (adult) und Geriatrische (senior) ein. Die Ansprüche an Nährstoffe und Energiegehalt haben viel mit dem Allgemeinzustand sprich der Gesundheit und der Betätigung des Hundes zu tun. Weiter haben Welpen und Junghunde einen hohen Anspruch um das Wachstum gut zu bewältigen und zum Beispiel genügend Kalzium für den Knochenbau zu bekommen. Im Alter benötigen die geriatrischen Tiere wiederum mehr Nährstoffe und Mineralien haben jedoch oft einen geringeren Bedarf an Energie. Auch kann die Kastration/Sterilisation den Bedarf der Tiere verändern. Sportliche Hunde verbrennen mehr Kalorien als andere. Diese brauchen in der Regel daher mehr Futter um den sportlichen Anforderungen Stand zu halten. Bei kranken Hunden, beispielsweise Hund mit Durchfall kann es sein, dass dieser auf Schonkost gesetzt wird. Eine optimale Ernährungsform ist eine, bei der der Hund weder zu- noch abnimmt.

Wasser sollte für Hunde rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Futter hingegen muss nicht immer bereitstehen. Grundsätzlich sollten Hunde Tagsüber abhängig von den obigen Bedingungen gefüttert werden. Nach einem Spaziergang bietet sich das Füttern besonders gut an. Die Fütterung vor dem Spiel oder heftiger Bewegung birgt die Gefahr der häufig töglich endenden Magendrehung. Der gefüllte Magen "wirft" sich quasi bei der Magendrehung einmal um sich selbst und schnürt anschließend lebensnotwendige Gefäße beziehungsweise den Magenein- und ausgang ab. Der Hund muss sofort operiert werden. Eine Ruhephase nach der Fütterung ist daher sehr wichtig. Im Haushalt haben wir Menschen ganz unterschiedliche Nahrungsmittel. Man muss bedenken, dass einige davon für unsere Hunde schädlich sind. Besonders gefährlich für Hunde ist rohes Schweinefleisch und kakaohaltige Schokolade. Zudem Weintrauben, Avocado, Fallobst, Steinobst sowie sämliche Laucharten, Zwiebeln und rohe Kartoffeln.

Übergewicht bei Hunden ist auch ein wichtiges Thema, denn viele Hundebesitzer neigen vor allem in Wintermonaten dazu, ihren Hund zu überfüttern. Dies ist jedoch absolut schädlich. Fettreserven schützen zwar ein wenig vor Kälte, jedoch können sie viele Krankheiten und Probleme auslösen. Nicht selten können daraus Gelenkschäden, Herzprobleme oder Diabetes entstehen. Fühlt man bei dem Hund die Rippen hat er einen guten Ernährungszustand. Die Rippen müssen fühlbar sein wie wir unsere Zähne durch die Wangen fühlen. Niemals sollten sie zu fühlen sein als würden wir über unser Fingerknöchel streichen.

Bei der Erziehung zum "stubenrein werden" ist Geduld gefragt. Idealer weise sollte man dem Hund nicht das Wasser entziehen sondern mehrmals täglich kurz mit ihm herausgehen. Das Wasser soll dem Tier rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Wird ein älterer Hund plötzlich inkontinent, sollte man einen Tierarzt aufsuchen.

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